VBei Monster Energy Yamaha herrschte nach dem MXGP von Flandern Freude und Trauer. Freude folgte auf Calvin Vlaanderens brillanten dritten Platz im schweren Lommel-Sand. Trauer folgte auch auf Jago Geerts' schweren Sturz im ersten Lauf. Maxime Renaux – gerade von seiner Verletzung zurückgekehrt und mit wenig Training – belegte den 3. Platz.
Vlaanderen hatte am Samstag von Beginn an ein gutes Gefühl auf dem anspruchsvollen Sandkurs. Bester Beweis: sein dritter Platz im Qualifikationsrennen. Am Sonntag setzte der Südafrikaner seine gute Form fort. Calvin erwischte im ersten Rennen einen guten Start (P6) und überholte Teamkollege Geerts in der ersten Runde. Nach Herlings Sturz machte er einen weiteren Platz gut und jagte anschließend Gifting. Der Schwede war nicht leicht zu überholen. Doch in der zwölften Runde holte Vlaanderen ihn endlich ein: ein weiterer beeindruckender dritter Platz.

Ähnlich verlief der Start im zweiten Rennen. Calvin belegte nach der ersten Runde den fünften Platz. Vlaanderen machte es sich allerdings nicht leicht: In der dritten Runde stürzte er und fiel auf den siebten Platz zurück. Es dauerte eine Weile, bis er seinen Rhythmus fand. Als er ihn gefunden hatte, ging es wieder aufwärts. Fernandez und Herlings waren noch eingeholt. So erreichte er im zweiten Rennen den fünften Platz und – noch wichtiger – den dritten Platz im Grand Prix.
Calvin Vlaanderen, Dritter (3-5): "Ein gutes Wochenende, das kann ich sagen. Obwohl Lommel kein Zuckerschlecken ist. Im tiefen Sand ist es ein echter Kampf. Jede Runde. Da trennt sich die Welt von der Welt. Mein erstes Rennen war richtig gut, schade um den Sturz im zweiten. Zum Glück hat mich das nicht das Podium gekostet. Zurück auf der Box. Für meine Familie und Freunde. Wunderbar. Diesen Schwung will ich in den restlichen GPs mitnehmen.
Schwieriges Wochenende für Renaux
Renaux, der nach einer Verletzung vergangene Woche in Tschechien sein Comeback gab, war ohne nennenswertes Sandtraining nach Lommel gereist. Der Franzose, der im Qualifikationsrennen Elfter wurde, hatte es nicht leicht. Maxime startete zwar recht gut ins erste Rennen (P7), fiel aber nach und nach auf den elften Platz zurück. Durch den Sturz von Teamkollege Geerts wurde er schließlich Zehnter.

Ein ähnliches Szenario im zweiten Rennen: Wir starteten erneut in den Top 10, aber im weiteren Rennverlauf wurde Maxime müde und musste bis zum Ziel (P13) kämpfen.
Maxime Renaux, Zwölfter (10-12): Ich wusste von Anfang an, dass es in Lommel hart werden würde. Ich bin erst seit Kurzem wieder da und habe daher noch nicht viel trainiert. Geschweige denn im Sand. Und es war hart. Wirklich hart. Ich habe dieses Wochenende gelitten. Nach dem zweiten Lauf war ich völlig erschöpft. Der erste Lauf war okay, aber im zweiten ging es nur noch darum, ins Ziel zu kommen.
Geerts fehlt weiterhin das Glück
Er hatte sich auf sein Heimrennen in Lommel gefreut, wo Geerts zuvor dreimal in der MX2-Klasse triumphiert hatte. Sein Qualifikationsrennen am Samstag (P6) verlief vielversprechend. Und so sah es auch im ersten Rennen am Sonntag aus. Jago startete gut, sicherte sich einen starken sechsten Platz und machte sich anschließend auf die Jagd nach seinem Landsmann Van Doninck.

Einer seiner Angriffe misslang bei einem Sprung. Jago landete hart und musste den Kampf aufgeben. Der aus Balen stammende Kämpfer litt unter starken Schmerzen in Schulter und Knie und musste den zweiten Lauf aufgeben. Tests werden die Schwere der Verletzungen klären.











