IJedes Jahr nehmen wir einen oder mehrere junge Fahrer genauer unter die Lupe, um zu sehen, ob sie das Zeug dazu haben. Letztes Jahr haben wir dies mit Nicolas Vennekens getan, der inzwischen in die MX2-Weltmeisterschaft aufgestiegen ist. Und wer Nicolas im Keiheuvel unter den Großen bei der Arbeit gesehen hat, weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist. Dieses Jahr haben wir Vince Van Van Hoof bereits erwähnt. Auch er wechselt zwischen nationaler Arbeit und internationalen Rennen. Wir blicken mit ihm zurück auf den Sommer 2025…
Im Trubel von MXGP, ADAC, Keiheuvel und Co. haben wir Vince aus den Augen verloren. Wir haben versprochen, euch auf dem Laufenden zu halten. Und wir halten unser Versprechen: Hier ist eine extralange Ausgabe über Vince Van Hoofs Sommer. Die Verletzung vom Frühjahr ist vollständig verheilt. Der Rennsport läuft also auf Hochtouren.
Wir informieren euch zunächst über die Rennen, über die wir nicht berichtet haben. Das erste war das Junior Cup 125 Rennen in Möln Mitte Mai. Es war nicht einfach, sich zu qualifizieren (27.) und Punkte zu holen. Vince landete zweimal auf dem 23. Platz und erreichte damit keine Punkte für den 28. Platz in der Endwertung.
Einen Monat später lief es in Dreetz deutlich besser. Ein relativ problemloses Qualifying auf Platz 21 und ein Punkt im ersten Lauf. Am Sonntag lieferte Vince sein bestes ADAC-Rennen der Saison ab. Er wurde Achter und holte 8 Punkte, was im ADAC durchaus eine stolze Leistung ist.
Mitte Juli ging es dann nach Tensfeld. Das Qualifying war wieder etwas schwierig. Man muss bedenken, dass fast die gesamte Spitze der EMX125-Klasse in dieser Klasse antrat. Am Sonntag erwischte Vince in der zweiten Hälfte des Feldes einen weniger guten Start. Er fuhr dann aber einige solide Rundenzeiten und machte nicht weniger als neun Plätze gut. Den Lauf beendete er auf dem 9. Platz. Das zweite Rennen begann deutlich besser. Vince war beim Start direkt hinter den Führenden. Er wollte unbedingt mithalten, stürzte aber schon in der ersten Runde. Der Schaden hielt sich in Grenzen. Das motivierte ihn zu einem sehr guten Rennen. Wer in dieser Gruppe vom XNUMX. auf den XNUMX. Platz fahren kann, ist ein guter Fahrer. In der Gesamtwertung belegte er den XNUMX. Platz.
Vince liegt derzeit auf dem 23. Platz in der Gesamtwertung, angeführt von unserem Landsmann Ian Ampoorter (auch nach dem Rennen vom 10. August in Gaildorf, Anm. d. Red.).
Dann kam die große Herausforderung: das EMX125-Rennen auf der GP-Strecke in Lommel. Sein erstes Rennen auf dem allerhöchsten Niveau seiner Klasse.
Vince: „Trotz Heimvorteil fühlte ich mich am Samstag nicht besonders gut. Ich qualifizierte mich dennoch relativ gut in der A-Gruppe und fuhr die sechzehntschnellste Zeit. Beim Start des ersten Rennens lag ich weit hinten. Ich blieb jedoch zuversichtlich und konnte mich von Platz 38 auf 29 verbessern.“
Am Sonntag habe ich alles gegeben. Nach 15 Minuten im zweiten Lauf war ich völlig erschöpft und musste Luft holen. Ich habe ein paar Plätze verloren. Dann habe ich mich durchgesetzt und konnte sechs Plätze gutmachen. Am Ende wurde ich 30. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin mit meinem EM-Debüt zufrieden.
Genau eine Woche später fand im Keiheuvel das Rückspiel der Europameisterschaft statt. Vince startete mit der U23. Alles junge Spieler seines Alters und Kalibers. Und damit auch ein echtes Heimspiel.
Der Tag begann mit einem guten Qualifying. Vince fuhr die fünftschnellste Zeit. Der Unterschied auf dem anspruchsvollen Kurs betrug knapp 3,5 Sekunden. Und es waren einige Top-Fahrer auf der Strecke.
Die komfortable Startposition konnte nicht genutzt werden. Als die Startgatter fielen, wurde Vince eingekesselt. Mit einigen gutgemachten Positionen belegte er nach einer Runde den 11. Platz. Das machte ihm Mut. Nach einer starken Aufholjagd sprintete Vince in der letzten Runde an Jenairo Beerens vorbei und holte sich den dritten Platz hinter Sieger Sem Van Helvoirt und Arthur Decouter.
Aus Angst, erneut eingekesselt zu werden, wählte Vince im zweiten Lauf eine andere Startposition. Ein kalkuliertes Wagnis, das sich auszahlte. Beim Start ließ er alle hinter sich und fuhr dabei die schnellste Rundenzeit. In diesem Rennen kam niemand an Van Hoof heran. Sogar der Gesamtsieg war möglich. Bis Van Helvoirt Wout Van Beysterveldt in der letzten Runde an die Gurgel ging. Sems zweiter Platz sicherte den Tagessieg. Eine verpasste Chance für Vince, aber dennoch zufrieden mit dem Laufsieg und Silber. Und einem seiner besten Rennen.
Vince: „Ich habe mich den ganzen Tag auf der Strecke gut gefühlt. Alles war perfekt organisiert. Es ist mein erster Moto-Sieg in der 125ccm-Klasse. Es war unglaublich viel los und es war etwas ganz Besonderes, mit so vielen Freunden, Nachbarn und Bekannten am Rande so gut abzuschneiden.“
Das hat bei mir eindeutig Lust auf mehr gemacht…….
Vielen Dank an alle Unterstützer, Sponsoren und das RGS Racing Team, die dies möglich gemacht haben.
Die Fotos wurden beim Keiheuvel und ADAC Dreetz aufgenommen.











