Veröffentlicht am: 22. Januar 2026

Yamaha Motor Europe heute angekündigt Gautier Paulin als Teamkollege von Alessandro Botturi im Ténéré Yamaha Rally Team. Das Team nimmt an der Afrika-Öko-Rennen, welches von Vom 24. Januar bis zum 7. Februar wird die ursprüngliche Dakar-Route befahren.

Der fünffache Motocross-of-Nations-Sieger Gautier Paulin ist Motocross-Fans bestens bekannt. Der Franzose kann insgesamt zwölf Grand-Prix-Siege und 30 Siege in Motocross-Serien vorweisen. Seit seinem Rücktritt als Grand-Prix-Fahrer im Jahr 2021 ist Paulin weiterhin als Markenbotschafter aktiv.

Paulin sammelte seine ersten Erfahrungen im Motorrad-Rallye-Raiding als Gastfahrer des Ténéré Yamaha Rally Teams bei der Carta Rallye 2025, wo er den dritten Platz in der Gesamtwertung belegte und seine Klasse gewann. Diese erste Erfahrung weckte in ihm den Wunsch nach mehr, obwohl sich der Franzose der Herausforderungen durchaus bewusst ist. Beim Rallye-Raiding geht es um weit mehr als nur um Geschwindigkeit: Ausdauer ist entscheidend, da die Etappen teilweise über 1.000 Kilometer lang sind. Zudem ist die Navigation mit Roadbook eine völlig andere Disziplin als seine Motocross-Erfahrung.

Die 35-jährige Paulin kennt sich mittlerweile sehr gut aus mit dem Ténéré 700 Rally Er hat in den letzten Monaten intensiv mit dem Team an der Entwicklung des Wettbewerbsmotorrads gearbeitet. Dabei konnte er auf Botturis Erfahrung zurückgreifen, der ihn in Navigationsfragen und allem, was er für die Teilnahme an Rallye-Raids benötigt, anleitet. Paulin hat übrigens bereits am Africa Eco Race teilgenommen: 2024 gewann er die Autoklasse.


Ehemaliger Fahrer der Enduro-Weltmeisterschaft Alessandro Botturi  Er ist mehrfacher Dakar-Rallye-Teilnehmer und zweifacher Gewinner des Africa Eco Race (2019 und 2020). Nach der letztjährigen Niederlage, bei der er bis kurz vor Schluss führte, sinnt er auf Revanche. Ein Netz, das sich in seinen Rädern verfing, zwang ihn jedoch zum Stopp, wodurch er den Sieg um nur 26 Sekunden verpasste. Der 50-jährige Italiener fühlt sich nach einer Saison, in der er bei der Carta Rallye um den Sieg kämpfte (bis er auf der letzten Etappe ausfiel), die Swank Rally gewann und Vizemeister der italienischen Rallye-Meisterschaft wurde, in Topform.

Die Africa Eco Race führt die Teilnehmer über 6.000 Kilometer durch einige der anspruchsvollsten Gebiete der Welt und folgt dabei größtenteils der Route der ursprünglichen Rallye Paris-Dakar. Die Ausgabe 2026 startet in Tanger, durchquert das Atlasgebirge tief in die Sahara, überquert die Dünen Mauretaniens und endet nach Senegal am legendären Lac Rose in Dakar.

Neben Paulin und Botturi werden auch zwölf Fahrer des Ténéré Spirit Experience-Programms am Start sein und zusammen mit dem Werksteam antreten. Kevin Gallas, Gewinner der jüngsten Carta Rallye, und Antonio Maio en Mike Weidemann, die dort jeweils eine Etappe gewonnen haben. Auch Nicholas Charlier, Gewinner einer Etappe des Africa Eco Race 2025, kehrt zurück. Außerdem Stéphane Peterhansel, der vierzehnmalige Dakar-Sieger, wird das Team und die TSE-Fahrer auf einigen Etappen begleiten.

Die Africa Eco Race 2026 beginnt am 24. Januar mit der technischen Abnahme in Tanger, gefolgt vom Start am 25. Januar. Nach fünf Etappen in Marokko und einem Ruhetag in Dakhla geht es für die Teilnehmer weiter nach Mauretanien, wo sie fünf weitere Etappen absolvieren. Anschließend führt die Strecke nach Senegal, wo das Ziel am 7. Februar in Dakar erreicht wird.

Gautier Paulin: Ich freue mich riesig auf dieses neue Kapitel meiner Karriere. Vor fünf Jahren habe ich meine Profi-Motocross-Karriere beendet, aber meine Leidenschaft für den Rennsport ist nie erloschen. Schon als Kind habe ich mit meinem Vater die Rallye Dakar geschaut und bin seitdem ein großer Rally-Raid-Fan. Als ich die Chance bekam, über das Ténéré Yamaha Rally Team an der Entwicklung des neuen Rennmotorrads mitzuwirken, habe ich sofort zugesagt. Dann bot man mir die Möglichkeit, an der Carta Rallye teilzunehmen, und da war es um mich geschehen. Rally-Raid ist völlig anders als ein MXGP-Rennen: Anstatt 45 Minuten lang alles zu geben, muss man Tempo, Ausdauer und Konzentration über mehr als 6.000 Kilometer einteilen. Ich weiß, wie hart es wird. Mein Fahrstil ist gut, aber meine Navigation muss sich noch verbessern. Alessandro und das Team haben mir enorm geholfen, und ich kann es kaum erwarten, loszulegen.

Fotos: Oder Bauer, Irina Petrichei