Veröffentlicht am: 9. März 2026

HDas Nestaan ​​Husqvarna Factory Racing Team startete die FIM Motocross-Weltmeisterschaftssaison 2026 auf dem brandneuen Bariloche-Circuit in Patagonien, Argentinien. Liam Everts zeigte eine starke Leistung in der MX2-Klasse und belegte den vierten Platz in der Gesamtwertung, während Teamkollege Kay de Wolf verletzungsbedingt aussetzen musste.

Der YPF MXGP von Argentinien markierte die offizielle Einweihung der neuen MX-Rennstrecke in Bariloche. Die 1.850 Meter lange Strecke liegt etwa 850 Meter über dem Meeresspiegel und besteht aus einer Mischung aus tiefem Sand, dunklem Lehm und Fels. Dies sorgte für schnelle, flüssige Rennen, machte aber gleichzeitig einen guten Start und eine günstige Startposition entscheidend.

Everts kämpft trotz Krankheit

Liam Everts zeigte das ganze Wochenende über ein beeindruckendes Tempo. Erstaunlicherweise fuhr der Belgier am Sonntag jedoch krank und mit Fieber. Obwohl er sich alles andere als fit fühlte, biss Everts durch und lieferte eine charakterstarke Leistung ab. Er startete stark ins Wochenende mit der zweitschnellsten Zeit im Warm-up. Darauf folgte ein vierter Platz im Qualifying und ein weiterer vierter Platz im Qualifikationsrennen am Samstag.

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Starkes Comeback in der ersten Staffel

Der erste Lauf begann dramatisch. Nach einem schwierigen Start beendete Everts die erste Runde auf Platz 26. Doch der Belgier gab sich damit nicht zufrieden und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Innerhalb weniger Runden hatte er sich bereits unter die ersten Fünfzehn vorgekämpft und überholte einen Fahrer nach dem anderen. Zur Hälfte des Rennens kämpfte er sich bereits in die Top Ten vor. In der Schlussphase verbesserte er sich sogar auf den achten Platz.

Trotz seiner Krankheit kämpfte Everts bis zum Schluss. In der letzten Runde überholte er Valerio Lata und erreichte einen beeindruckenden siebten Platz, was einer Verbesserung um beachtliche 19 Positionen entspricht.

Podiumsplatz in der zweiten Serie

Das zweite Rennen verlief völlig anders. Everts erwischte einen exzellenten Start und übernahm bereits in den ersten Kurven die Führung. Nach der ersten Runde hatte er sogar über eine Sekunde Vorsprung. Auf der zunehmend rauen Strecke baute er seinen Vorsprung auf fast drei Sekunden aus. Doch zur Hälfte des Rennens schloss Titelanwärter Simon Längenfelder die Lücke und übernahm schließlich die Führung.

Everts fuhr weiterhin stark und hielt sein Tempo bis zum Schluss durch. Er überquerte die Ziellinie als Dritter, ganze 14 Sekunden vor dem Viertplatzierten. Mit dem Ergebnis 7-3 belegte Everts letztendlich den vierten Platz in der Gesamtwertung und liegt nach dem ersten Lauf mit 41 Punkten auch auf dem vierten Platz der MX2-Weltmeisterschaft.

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Kay de Wolf muss sich noch erholen

Für Teamkollegin Kay de Wolf verlief das Eröffnungswochenende ganz anders. Die Niederländerin verpasste den Saisonauftakt aufgrund einer Daumenverletzung, die sie sich Anfang des Jahres beim International de Sommières zugezogen hatte.

Trotz Operation und intensiver Bemühungen, rechtzeitig wieder fit zu werden, war eine Teilnahme in Argentinien unmöglich. De Wolf benötigt weitere Erholungszeit, bevor er wieder Rennen bestreiten kann.

Das Team konzentriert sich nun auf die nächste Runde der Weltmeisterschaft: den MXGP von Andalusien in Almonte (Spanien), der in zwei Wochen stattfinden wird.

Kay der Wolf„Es ist natürlich enttäuschend, dass ich beim Saisonauftakt nicht in Argentinien dabei sein konnte, vor allem, da dies mein Debüt in der MXGP-Klasse hätte sein sollen. Ich hatte mich riesig auf den Saisonstart gefreut. Leider war es mir aufgrund der Daumenverletzung nach dem Sturz in Sommières an diesem Wochenende nicht möglich. Zum Glück verläuft meine Genesung gut, und ich arbeite hart daran, so schnell wie möglich zurückzukehren. Das Team hat mich unglaublich unterstützt, und ich kann es kaum erwarten, wieder am Start zu stehen.“

Liam Evert„Es fühlt sich richtig gut an, in die Saison zu starten und 2026 wieder Rennen zu fahren. Der Sonntagmorgen war ziemlich hart, da ich mich beim Aufwachen ziemlich krank fühlte. Deshalb wusste ich nicht so recht, was mich heute erwarten würde. Der erste Lauf war wegen des Starts knifflig, aber ich blieb ruhig und versuchte, so viele Fahrer wie möglich zu überholen. Daher war es positiv, wieder auf Platz sieben zu kommen. Im zweiten Lauf hatte ich einen super Start und lag sogar eine Zeit lang in Führung, was ein richtig gutes Gefühl war. Letztendlich ist der dritte Platz, knapp hinter dem Podium, ein solider Start in die Meisterschaft. Ich bin sehr zufrieden mit dem Nestaan ​​Husqvarna Factory Racing Team, und das Motorrad fährt sich super. Ich freue mich auf den Rest der Saison.“

Quelle: Husqvarna Media – Fotos: Huqvarna Media (fullspectrum.media/Bavo Swijgers)