MIm letzten Rennen der AMA Supercross-Saison hat Hunter Lawrence ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. In einem Rennen voller Duelle und Fehler behielt er die Nerven und die Ruhe, während sich die Fahrer hinter ihm gegenseitig keine Chance ließen.
Der Start verlief rasant, Lawrence kam hervorragend aus der Startbox, doch Jorge Prado übernahm als Erster die Führung. Diese hielt jedoch nicht lange: Bereits in der ersten Runde startete Lawrence einen Angriff und überholte ihn scharf innen, um die Spitze zu erobern.
Eli Tomac folgte ihnen dicht auf den Fersen, doch ein kleiner Ausrutscher im Sand kostete ihn Zeit und Positionen. Dadurch ergab sich eine Lücke für Ken Roczen und Cooper Webb, die sich in den Kampf um Prado einmischten. Roczen setzte sich mit einem aggressiven, aber perfekt ausgeführten Überholmanöver gegen Webb im Sand durch und nahm sofort Prado ins Visier. Nach einigen Runden der Suche fand er die Lücke und schob sich auf den zweiten Platz vor. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lawrence jedoch bereits einen Vorsprung von etwa fünf Sekunden herausgefahren.
Der Kampf um die Podiumsplätze blieb jedoch intensiv und hart umkämpft. Prado und Webb wechselten mehrmals die Positionen, während Tomac sich wieder nach vorn kämpfte. Mitte des Rennens überholte der Amerikaner auf seiner KTM zunächst Webb und sicherte sich dann endgültig den dritten Platz vor Prado.
Währenddessen fuhr Lawrence an der Spitze fehlerlos. Sein Vorsprung wuchs auf mehr als acht Sekunden, während Roczen einen sicheren zweiten Platz behauptete, dicht gefolgt von Tomac.
In der Schlussphase verlagerte sich die Aufmerksamkeit auf die Duelle und Kämpfe um und hinter Prado um Platz fünf und die folgenden Plätze. Webb geriet unter dem Druck seines Teamkollegen Justin Cooper, der einen Angriff nach dem anderen startete, stark unter Druck. Webb gab zwar zeitweise nach, blieb aber standhaft. Der Kampf eskalierte, als auch Dylan Ferrandis eingriff. Eine Kollision im Sand zwischen Justin Cooper und Dylan Ferrandis beendete das Rennen um Platz vier und fünf und verschaffte Webb einen kurzen Moment der Verschnaufpause.
Den dadurch gewonnenen Freiraum nutzte er offenbar, um Prado zu jagen. Ein Fehler und eine Berührung der beiden in einer engen Kurve führten zu einem Sturz von Webb, der dadurch auf den elften Platz zurückfiel. Auch Jorge Prado verlor Zeit und zwei Positionen und fiel auf den sechsten Platz zurück. Malcolm Stewart und Chase Sexton nutzten diese Stürze geschickt, um auf die Plätze vier und fünf vorzurücken.
An der Spitze war Lawrences Sieg nie in Gefahr. Er fuhr einen souveränen Sieg ein, Roczen wurde Zweiter und Tomac komplettierte das Podium. Vor dem letzten Rennen in Salt Lake City ist die Meisterschaft bis zum Schluss spannend! Ken Roczen führt die Meisterschaft mit nur einem Punkt Vorsprung vor Lawrence an. Die Entscheidung fällt im Finale.
Foto: Garth Milan – Red Bull Content Pool
16. Ronde in Denver: Supercross 450 – Hauptevent
- Hunter Lawrence (Honda) – 25 Runden absolviert
- Ken Roczen (Suzuki) – 12.314 Sek.
- Eli Tomac (KTM) – 19.466 Sek.
- Malcolm Stewart (Husqvarna) – 23.442 Sek.
- Chase Sexton (Kawasaki) – 26.148 Sek.
- Jorge Prado (KTM) – 28.406 Sek.
- Garrett Marchbanks (Kawasaki) – 30.897 Sek.
- Justin Barcia (Ducati) – 33.887 Sek.
- Dean Wilson (Honda) – 36.810 Sek.
- Dylan Ferrandis (Ducati) – 42.632 Sek.
- Cooper Webb (Yamaha) – 45.357 Sek.
- Christian Craig (Honda) – 45.996 Sek.
- Justin Cooper (Yamaha) – 57.801 Sek.
- Jordon Smith (Triumph) – +1 Runde
- Justin Hill (KTM) – +1 Runde
- Shane McElrath (Honda) – +1 Runde
- Colt Nichols (Suzuki) – +1 Runde
- Mitchell Harrison (Kawasaki) – +1 Runde
- Kevin Moranz (KTM) – +2 Runden
- Grant Harlan (KTM) – +2 Runde
- Cade Clason (Kawasaki) – +2 Runden
- Tristan Lane (Yamaha) – +2 Runden
Supercross-Meisterschaft (Top 20)
- Ken Roczen (Suzuki) – 332 Punkte
- Hunter Lawrence (Honda) – 331 Punkte (-1)
- Cooper Webb (Yamaha) – 297 Punkte (-35)
- Eli Tomac (KTM) – 275 Punkte (-57)
- Justin Cooper (Yamaha) – 251 Punkte (-81)
- Chase Sexton (Kawasaki) – 212 Punkte (-120)
- Joey Savatgy (Honda) – 194 Punkte (-138)
- Malcolm Stewart (Husqvarna) – 190 Punkte (-142)
- Justin Hill (KTM) – 172 Punkte (-160)
- Jorge Prado (KTM) – 169 Punkte (-163)
- Dylan Ferrandis (Ducati) – 165 Punkte (-167)
- Shane McElrath (Honda) – 141 Punkte (-191)
- Christian Craig (Honda) – 141 Punkte (-191)
- Garrett Marchbanks (Kawasaki) – 132 Punkte (-200)
- Colt Nichols (Suzuki) – 108 Punkte (-224)
- Aaron Plessinger (KTM) – 99 Punkte (-233)
- Jason Anderson (Suzuki) – 84 Punkte (-248)
- Jordon Smith (Triumph) – 68 Punkte (-264)
- Mitchell Harrison (Kawasaki) – 67 Punkte (-265)
- Vince Friese (Kawasaki) – 62 Ptn (-270)











