WWas als sportliche Herausforderung im französischen Kassel gedacht war, endete für Kristof Van Vaerenbergh in einem wahren Albtraum. Der belgische Motocross-Fahrer stürzte während der prestigeträchtigen Trophée Timoteï Potisek schwer und kämpft seit zwei Wochen um seine Genesung. Die erlittenen inneren Verletzungen waren so schwerwiegend, dass mehrere Operationen notwendig waren.
Schwerer Unfall in Kassel mit gravierenden Folgen
Am Pfingstmontag stand Kristof Van Vaerenbergh beim internationalen Rennen in Kassel, besser bekannt als Trophée Timoteï Potisek, am Start. Neben namhaften Fahrern wie Cyril Genot, Cédric Soubeyras und Milko Potisek wollte sich der Cyclocross-Fahrer aus Nieuwerkerken erneut mit der internationalen Elite messen.
Dieser Traum nahm jedoch eine dramatische Wendung, als Van Vaerenbergh schwer stürzte. Die Rennleitung erkannte sofort den Ernst der Lage und brach das Rennen mit der roten Flagge ab. Nach einer Erstversorgung an der Rennstrecke wurde er ins Krankenhaus nach Armentières gebracht.
Schwere innere Verletzungen nach dem Unfall
Im Krankenhaus wurde das ganze Ausmaß der Verletzung des Belgiers deutlich. Neben einer gebrochenen Hand und einer gebrochenen Rippe erlitt er vor allem schwere innere Verletzungen. Man stellte drei Risse in seiner linken Niere, zwei Risse in der Milz und eine perforierte Harnblase fest.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde Van Vaerenbergh in das Universitätsklinikum Lille verlegt. Dort unterzog er sich zwei Operationen: einer an der Niere und einer an der Blase.
Anschließend erfolgte die Verlegung ins Universitätsklinikum Gent, wo neue Komplikationen auftraten. Hohes Fieber wurde durch eine bakterielle Infektion verursacht. Aufgrund von Schädigungen an Niere und Blase gelangte Urin in Bereiche, wo er nicht hingehörte, was eine schwere Entzündungsreaktion zur Folge hatte.
Vierzehn Tage nach dem Unfall befindet sich Van Vaerenbergh immer noch auf der Intensivstation.
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Die Saison endete abrupt.
Die schwere Verletzung hat auch zur Folge, dass mehrere geplante Rennen abgesagt werden müssen. So hatte sich Van Vaerenbergh beispielsweise auf die Teilnahme am legendären Ainduro von Pont-de-Vaux vorbereitet, sowohl in der Solo-Kategorie als auch im 12-Stunden-Quad-Rennen zusammen mit seiner Partnerin Kelly Verbraeken.
Zur optimalen Vorbereitung nahm er Anfang Mai am Loon-Plage-Frühlingsrennen auf einem Vierer teil. Dort erreichte er, gestartet aus der zweiten Startgruppe, unter 89 Teilnehmern einen respektablen 28. und 21. Platz. Die geplante Teilnahme am Goncourt-Vierer-Langstreckenrennen und am Rasi-Vierer-10-Stunden-Rennen musste er aus unvorhergesehenen Gründen absagen.
Ende seiner internationalen Karriere
Der schwere Sturz hat Van Vaerenbergh zudem dazu veranlasst, über seine Zukunft im Motorsport nachzudenken. Der Belgier hat sich inzwischen entschieden, nicht mehr in den internationalen Wettkampf zurückzukehren.
„Um an diesen internationalen Wettbewerben in Frankreich teilzunehmen, muss man die notwendigen Risiken eingehen. Dazu bin ich nicht mehr bereit“, sagt er.
Sein voller Fokus liegt nun auf seiner Genesung. Darüber hinaus möchte er sich noch intensiver der Betreuung seiner Partnerin Kelly Verbraeken widmen, die er bereits in den vergangenen Saisons erfolgreich trainiert hat.
Er möchte vorerst keinen endgültigen Abschied vom Motocross verkünden.
„Ich habe viel erreicht, darunter die MX2-Titel in der Region Hauts-de-France in den Jahren 2016 und 2021 sowie den Sieg im letzten Jahr beim Ainduro Pont-de-Vaux und der FFM-Langstreckenmeisterschaft Hauts-de-France. Wenn mein Körper sich vollständig erholt, schließe ich eine Rückkehr in einen Amateurverband nicht aus. Der Ehrgeiz, auf internationalem Niveau anzutreten und Erfolge zu erzielen, liegt jedoch hinter mir.“
Artikelfoto (Start der Timoteï Potisek Trophy): DM-Foto – Text: Matthias Van Eeckhoven











