RUbén Fernández dominierte in Montearagón erneut die MX1-Klasse, während Daniela Guillén und Oleguer Riba ihre Führung ausbauten. Tiburcio ging in der MX2-Klasse als Sieger hervor.
Die spanische Motocross-Meisterschaft erreichte dieses Wochenende in Montearagón, zur Saisonhalbzeit, ihren Wendepunkt. Das Rennen war geprägt von hohen Temperaturen und der souveränen Form der Meisterschaftsführenden. Rubén Fernández setzte in der MX1-Klasse erneut Maßstäbe, Daniela Guillén zeigte sich in der Frauenklasse (Féminas) stärker denn je, und Oleguer Riba machte in der MX125-Klasse einen weiteren Schritt nach vorn. In der MX2-Klasse ging der Tagessieg nach einem intensiven Renntag am Sonntag an Bernardo Tiburcio.
Das Rennen in der Provinz Toledo war das letzte vor der Sommerpause. Verschiedene Meisterschaften nehmen immer deutlichere Konturen an, obwohl noch genügend Spielraum besteht, um die Spannung in der zweiten Saisonhälfte aufrechtzuerhalten.
MX Montearagon 2026: Fernández hat immer noch keine Konkurrenz
Rubén Fernández reiste nach Montearagón, nachdem er erst eine Woche zuvor an der Motocross-Weltmeisterschaft teilgenommen hatte. Er demonstrierte einmal mehr, welch großen Unterschied er im Renntempo in der nationalen Meisterschaft dieser Saison ausmacht.
Der Galicier war bereits am Samstag im Training der Schnellste und gewann auch das Qualifikationsrennen. Am Sonntag knüpfte er mühelos an diese Leistung an. Im ersten Rennen benötigte er nur wenige Runden, um die Führung zu übernehmen, nachdem Víctor Alonso den Holeshot geholt hatte. Einmal in Führung, verteidigte er seinen Vorsprung problemlos bis ins Ziel.
Der zweite Lauf war, wenn möglich, noch eindeutiger. Fernández startete als Erster, gab von Beginn an das Tempo vor und ließ seinen Verfolgern nicht die geringste Chance.
Hinter ihnen holte José Antonio Butrón mit einem zweiten Platz in der Tageswertung erneut wichtige Punkte, während Víctor Alonso nach einem umkämpften Wochenende das Podium komplettierte.
Tiburcio ändert das Skript im MX2
Wenn der Samstag in der MX2-Klasse einen Namen hatte, dann den von David Braceras. Der spanische Fahrer startete mit der Pole-Position und einem Sieg im Qualifikationsrennen ins Wochenende und avancierte damit sofort zu einem der großen Favoriten für die Rennen am Sonntag.
Das Ergebnis verlief jedoch anders. Bernardo Tiburcio dominierte vom Start weg und gewann beide Punkteränge des Wochenendes. Der Brasilianer sicherte sich zudem beide Holeshot-Siege und behielt die Kontrolle über das Geschehen, wann immer der Druck zunahm.
Das zweite Rennen bot einen der spannendsten Momente des Tages. Adrià Monné verkürzte den Abstand zu Tiburcio, und die beiden lieferten sich ein direktes Duell um den Sieg, wobei sie sich über mehrere Runden hinweg an der Spitze abwechselten. Schließlich konnte sich der Brasilianer in der entscheidenden Schlussphase den entscheidenden Vorsprung sichern und den Sieg erringen.
Monné beendete das Rennen auf dem zweiten Platz und behält damit die Führung in der Meisterschaft während der Sommerpause. Braceras wurde nach zwei starken Aufholrennen Dritter in der Tageswertung.
Riba vergrößert die Kluft noch weiter.
Oleguer Riba setzt seine sehr solide Saison in der MX125 fort. Nach seinem Sieg am Samstag stand er auch am Sonntag wieder ganz oben auf dem Podium, nach einem Rennen, das eigentlich viel offener war, als das Ergebnis vermuten lässt.
Pau Caudet, Jordi Alba und José Luis Moreno lieferten sich zusammen mit dem WM-Führenden ein packendes Rennen mit zahlreichen Positionswechseln. Der Kampf war unerbittlich, bis Moreno aufgrund technischer Probleme aufgeben musste, gerade als er aussichtsreich im Kampf um die vorderen Plätze lag.
Der Sieg wurde letztendlich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Riba und Caudet entschieden. Der WM-Führende fand in den letzten Runden den richtigen Rhythmus, konnte sich einen kleinen Vorsprung herausfahren und einen weiteren Sieg einfahren. Damit geht er mit einem immer komfortableren Vorsprung in die zweite Saisonhälfte.
Daniela Guillén dominiert weiterhin
Im Damenrennen setzte Daniela Guillén erneut Maßstäbe. Die Katalanin war von Beginn des Trainings an die Schnellste und krönte das Wochenende mit zwei Rennsiegen, womit sie ihren Status als Titelanwärterin weiter untermauerte.
Jana Sánchez belegte in beiden Läufen den zweiten Platz und war die Einzige, die einigermaßen in Schlagdistanz zur Führenden bleiben konnte. Mit deutlichem Abstand hinter ihr lieferten sich Carmen Gómez und Anna González erneut einen erbitterten Kampf um den letzten Podiumsplatz, den Gómez schließlich für sich entschied.
Dank der Ergebnisse in Montearagón geht Guillén mit fest in der Hand liegenden Zügeln in die Sommerpause und bestätigt damit ihre konstante Form seit Beginn der Meisterschaft.
Die Meisterschaft geht in die zweite Hälfte.
Das Rennen in Montearagón schloss den ersten Teil der Saison ab und bestätigte den aktuellen Stand: Fernández gibt weiterhin das Tempo in der MX1-Klasse vor, Monné behält die Führung in der MX2-Klasse, Riba baut seinen Vorsprung in der MX125-Klasse aus und Guillén bleibt souverän an der Spitze bei den Damen.
Nach der Sommerpause kehrt die spanische Motocross-Meisterschaft im September nach Alcañiz zurück, wo die entscheidende Phase der Saison beginnt.
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