DDer Heim-GP von Nestaan Husqvarna Factory Racing verlief in zwei völlig unterschiedlichen Hälften. MXGP-Rookie Kay de Wolf zeigte seine beste Saisonleistung. Für Liam Everts hingegen war Lommelwood 2026 ein Rennen zum Vergessen.
Zweiter im Zeittraining, Zweiter im Qualifikationsrennen am Samstag und am Sonntag in den Rennen stets hinter dem dominanten Jeffrey Herlings der „Poulidor“. Der ehemalige MX2-Weltmeister de Wolf präsentierte sich in bestechender Form. Dank seines zweiten Podiumsplatzes in dieser Saison liegt Kay nun auf Platz 9 der Weltmeisterschaft, 64 Punkte hinter Tom Vialle.

Kay de wolf: "Ja, es war ein sehr gutes Wochenende. Ich hatte im ersten Rennen etwas Schwierigkeiten, aber im Nachhinein bin ich froh darüber, denn wir konnten im zweiten Rennen Anpassungen vornehmen und ich habe viel daraus gelernt. Genau deshalb sind wir nach der Verletzung zurückgekommen – um zu lernen und uns weiterzuentwickeln – und deshalb bin ich sehr stolz auf unsere Leistung.
Ich hatte im zweiten Lauf auch echt Glück mit Romain. Er ist schwer gestürzt, hat einen Handstand gemacht und ist direkt vor mir gelandet, wodurch ich ihn getroffen habe und nicht mehr ausweichen konnte. Ich habe gehört, dass es ihm gut geht, und das ist das Wichtigste. Es war ein harter Lauf, aber ich habe alles gegeben. Jetzt freue ich mich auf Schweden und besonders auf Arnheim in zwei Wochen für meinen Heim-Grand-Prix. Hoffentlich sehen wir dort viele niederländische Fans. Ohne das Nestaan Husqvarna Factory Team wäre das alles nicht möglich gewesen, deshalb ein riesiges Dankeschön an alle!

Ein traumhafter Saisonstart, aber nie das richtige Gefühl
Liam Evert: Es war ein hartes Wochenende. Ich habe mir nicht zu viel Druck gemacht, aber ich hatte etwas Probleme mit der Strecke und dem Motorrad. Ich konnte einfach nicht das richtige Gefühl finden. Zwei Stürze am Samstag haben mich außerdem viel Zeit und Energie gekostet, es war also ein Tag mit Höhen und Tiefen. Der Start im ersten Rennen war richtig gut. Ich habe meinen ersten Holeshot des Jahres geholt, was sehr schön war und definitiv ein Pluspunkt. Leider hatten wir danach Motorprobleme, die uns aus dem Rennen warfen und unsere Chancen auf einen Podiumsplatz zunichtemachten. Das war bitter, aber so etwas passiert eben im Motorsport und im Leben.
Ich hatte auch im zweiten Lauf einen recht guten Start. Ich glaube, ich lag um Platz zwei oder drei herum, aber von der ersten Runde an hatte ich große Schwierigkeiten. Es gab wirklich kein Entrinnen. Ich habe versucht, meinen Rhythmus zu finden und das Beste daraus zu machen, aber es war ein wirklich hartes Rennen für mich. Am Ende wurde ich Fünfter im zweiten Lauf. Ich habe alles gegeben, aber Platz fünf war das Beste, was ich an diesem Tag erreichen konnte, und natürlich bin ich mit diesem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Es war nicht das Wochenende, das wir uns erhofft hatten, aber wir nehmen, was wir kriegen können, arbeiten weiter und geben alles für Schweden.
Fotos: Fullspectrum Media, Samo Vidic / Red Bull Content Pool,










